MCH-Mitglied Patrick Heß tödlich verunglückt

19. Mai 2018

Veröffentlicht von Robert Pairan/ Baboons

Auf regennasser Fahrbahn verstarb Patrick Heß im Mai 2018 bei einem Autounfall.
Der 48-jährige war ein echtes Urgestein in der deutschen Enduro-Szene und hinterläßt bei Aktiven wie Veranstaltern eine große Lücke.
Der ganz große Duchbruch blieb ihm auf sportlicher Ebene verwehrt, obwohl er 1990 der letzte DDR-Meister in der 125er Klasse auf einer KTM wurde.
Schon 1991 stand er in dem gesamtdeutschen Junior-Trophy-Team bei den Sixdays in der Tschecheslowakei.
Danach folgten immer noch viele aktive Jahre in der deutschen Enduro-Meisterschaft wo er 2002 und 2003 Deutscher Vize-Meister in seiner Klasse wurde.
Unterwegs war er auf KTM, TM, Yamaha, Honda, aber auch Aprilia und BMW. Beim klassischen Enduro in der deutschen, der europäischen und der Weltmeisterschaft. Aber auch als Teilnehmer bei der GCC oder anderen Wettbewerben, wie der East-Enduro-Challenge oder 1998 sogar als Finisher auf dem legendären Erzberg usw. Seine freudliche Art, seine sportliche Fairniss und die Bereitschaft anderen zu helfen begleitete ihn auf allen Reisen und machte ihn in allen Fahrerlagern beliebt und bekannt.
Erst 2009 hing er den Helm offiziell an den Nagel, was ihn aber nicht daran gehindert hat, doch ab und zu noch einmal ein Motorrad aus der Garage zu holen und den eine oder anderen Wettbewerb zu bestreiten.
In den letzten Jahren konnte er seine zweite Leidenschaft, das Autorennen, vor allen Dingen das Bergrennen ausleben.
Aber sein Herz blieb den Motorradfahrern treu: Wenn schon nicht als Fahrer, so wirkte er doch bei verschiedenen Wettbewerben hinter den Kulissen mit, wo er für den Veranstalter Aufgaben übernahm. Die "Micky-Mäuse", das Funkset wurde sein ständiger Begleiter. Es schien, als ob er hinter den Kulissen noch mehr bewegen würde, als der aktive Sportler.
Unsere Gedanken sind bei seinen Eltern, die den Verlust ihres Sohnes erleiden mussten, und bei seinen persönlichen Freunden vor Ort.