Marvin Fritz behält beim Saisonhöhepunkt in Japan weiter die WM Führung

8. Juli 2026

Ein Bericht von ds/Foto: YART/FP

Starke Regenfälle, heiße Temperaturen und mehrere Safety-Car Phasen machten das vorletzte Rennen der EWC Saison in Suzuka/Japan am letzten Wochenende für Marvin Fritz und sein Team zum Lotteriespiel. Mit guter Vorbereitung, weitgehend ohne Zwischenfälle und einem vierten Platz im Rennen konnten Marvin Fritz und sein Team weiterhin die WM Führung verteidigen.

 

Marvin Fritz und seine Teamkollegen Karel Hanika und Leandro Mercado waren zu den offiziellen Tests schon eine Woche vor dem eigentlichen Event angereist. Mit jeweils sechs Stunden Training am Dienstag und Mittwoch konnte bei Regen und trockenen Asphaltbedingungen ausgiebig getestet werden.

Marvin Fritz:“ Wir hatten alle Bedingungen, trotzdem war uns klar, dass es ein hartes Rennwochenende werden würde.“

Nicht nur die hohe Luftfeuchtigkeit, sondern eine starke Erkältung zusätzlich, stellten den 33jährigen YART-Piloten vor eine besondere Herausforderung.

Um die bestmögliche körperliche und physische Leistung abrufen zu können, hatte sich Marvin Fritz schon vor einigen Wochen mit einem strengen Fitnessprogramm, Saunabesuchen und Eisbädern auf die erwartete Regen- Hitzeschlacht in Suzuka vorbereitet.

Allerdings konnte der Yamaha Pilot aufgrund technischer Probleme nur das zweite Qualifying komplett nutzen, lieferte aber prompt eine gute Rundenzeit und am Schluss Platz vier im finalen Ranking.

Marvin Fritz:“ In meiner Gruppe war ich Zweiter, hatte zeitweise sogar die Nase vor den Werkspiloten Jack Miller (Yamaha Factoring Racing Team) und dem späteren Rennsieger Jonathan Rea ( Honda HRC ) . Das war cool."

Aufgrund der starken Regenfälle am Samstag wurde das Top 10 Qualifying abgesagt und das 8 Stunden Rennen am Sonntag, (europäischer Zeit um 4:30 Uhr am Morgen), startete für Marvin Fritz von der vierten Startposition.

Nach einem gelungenen Start schob sich der amtierende Weltmeister an die vierte Position, als plötzlich die Öl Flagge geschwenkt wurde.

Marvin Fritz:“ Ich wollte keinen Sturz riskieren und habe Kohta Nozane (Astemo Pro Honda SI Racing) und Hauptkonkurrent Michael van der Mark (BMW Motorrad World Endurance) wieder vorbeigelassen.“

Einige Runden später wiederholte sich das gleiche Szenario. Einige Stürze und wieder verteilte sich das ausgelaufene Öl auf der regennassen Piste und rief erneut eine Safety-Car Phase auf den Plan.

Marvin Fritz:“ Teilweise regnete es in Strömen. Das Wichtigste war im Rennen auf dem Bike sitzen zu bleiben und keine Fehler zu machen.“

Zwanzig Minuten nach Rennbeginn rangierte Marvin Fritz die YART Yamaha auf Platz Sechs, anschließend hatte er sich nach einer Stunde auf Platz drei vorgearbeitet.

Marvin Fritz: „Mein erster Stint war gut, ich musste aber zwei Mal wegen dem Öl auf der Strecke Speed rausnehmen. Ich bin einfach hinterhergefahren.“

Zur Halbzeit des 8 h Rennens verlangten immer wieder starke Regenschauer und weitere Safety-Car Phasen die volle Konzentration von dem YART-Trio um Marvin Fritz.

Auch im letzten Renndrittel war keine Besserung in Sicht und die Bedingungen verschlechterten sich.

Zu den hohen Temperaturen und dem starken Regen kam nun auch noch die Dunkelheit erschwerend hinzu. Vierzig Minuten vor Rennende zeigte Marvin Fritz mit einer Top Speed Messung von 283 km/h nochmal sein Können.

Aus Sicherheitsgründen schickte die Rennleitung zur finalen Phase des Rennens bis zum Zieleinlauf nochmal das Safety-Car auf die Strecke. Damit gab es für Marvin Fritz, welcher innerhalb des Teams den letzten Stint fuhr, keinerlei Möglichkeit von Rang vier noch das Siegerpodium zu erreichen.

Marvin Fritz:“ Es war nur noch Aquaplaning und dass bei 280 km/h. Die Safety-Car Phase war völlig gerechtfertigt“.

Am Ende wurde es ein sicherer, vierter Platz im Rennen. In der Gesamtwertung haben Marvin Fritz, Karel Hanika und Leandro Mercado weiter die Nase vorne.

Marvin Fritz:“ Podium wäre schön gewesen, aber vorrangig sind wir hierhergekommen, um Punkte für die Weltmeisterschaft mitzunehmen.“

Zur Erinnerung, 2025 endete das Rennen in Suzuka für das YART-Trio punktelos. Mit nur einem einzelnen Punkt Vorsprung in der Gesamtwertung im Gepäck waren damals Marvin Fritz und seine Kollegen zum Finale gereist.

Marvin Fritz:“ Das war pure Anspannung für das komplette Team. Jetzt haben wir 19 Punkte Vorsprung vor BMW, so war der Plan.“

 

Gesamtwertung nach drei von 4 Rennen:

1. Marvin Fritz/K. Hanika/ L. Mercado               YART Yamaha                                       112 Punkte

2. M. Reiterberger/S.Odendaal/M.van der Mark   BMW Motorrad World Endurance          93 Punkte

3. G.Black/E. Massot/D.Linfoot                             Yoshimura Sert Motul                             84 Punkte