Spitzenerfolge für Marvin Fritz und Danny Märtz

30. September 2019

Marvin Fritz siegt spektakulär

Bericht:ds/ Foto: Hermann Rüger

Am vergangenen Wochenende zeigte Marvin Fritz als Gaststarter bei dem Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Hockenheimring mit der Pole Position und einem gnadenlosen Sieg in der Klasse Superbike, dass er auch nach drei Jahren spontan in dieser Serie wieder vorne mitmischen kann.

Für Marvin Fritz, hauptberuflich derzeit in der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) mit YART Yamaha und Mandy Kainz unterwegs, sollte der Gaststart bei der IDM in Hockenheim eigentlich nur ein Auftritt und Dankeschön für die persönlichen und langjährigen Sponsoren des Badeners werden. Der ehemalige zweifache deutsche Meister hatte nach seinem überraschenden Gewinn der Superbikemeisterschaft in 2016 und dem anschließenden Wechsel in die EWC immer noch Kontakt zu dem damaligen Bayer Bikerbox Teaminhaber Jakob Bayer und Cheftuner Sepp Buchner gepflegt. Bayer:“ Mit Marvin ist die Zusammenarbeit nicht nur erfolgreich und professionell, wir verstehen uns auch menschlich gut. So entstand die Idee des Gastauftrittes spontan bei einem Abendessen mit Sepp. Wir telefonierten mit Marvin und wurden uns einig.“ Das Erfolgstrio organisierte kurzfristig eine Yamaha R 1, auch die Technikcrew von damals mit Julian und Rafael sagten zu.

Im Freitagstraining zeigte dann Marvin Fritz im strömenden Regen mit der schnellsten Rundenzeit von 1.46.156 min seine Topform. Im zweiten Qualifying unterbot er mit 1.27.522 min die Zeit vom zweifachen Meister Ilya Mikhalchik/BMW und sicherte sich damit die Pole Position.

Vor 17.000 Zuschauern ging Fritz am Rennsonntag beim ersten Rennen gleich hinter BMW Pilot Mikhalchik auf Position zwei und konnte diese im weiteren Rennverlauf konstant nach hinten verteidigen. In der drittletzten Runde kam Bastien Mackels/BMW näher und zog an Fritz vorbei. Doch der Yamaha Pilot setzte in der letzten Runde nochmal zum Gegenangriff an und schnappte sich den Belgier aus der letzten Kurve heraus und konnte mit einer Vorderradlänge und 0,024 sec. Vorsprung den zweiten Platz einheimsen.

Beim zweiten Rennen am Sonntag, welches mit gut einer halben Stunde Verspätung aufgrund vorangegangener Regenschauer und einer verkürzten Renndistanz von 16 Runden startete, kam Yamaha Pilot Fritz als Fünfter vom Start weg. Fritz:“ Am Anfang des Rennens musste ich beissen um den Anschluss nicht zu verlieren und dran zu bleiben zu können, wir hatten noch kurz vor Rennbeginn Slicks aufgezogen. Für eine Fahrwerksanpassung blieb aber keine Zeit mehr.“ Runde für Runde machte Marvin Fritz Meter gut und hatte vor der Halbzeit des Rennens schon den Abstand zum Führungstrio verkürzt. In Runde Acht rangierte Fritz auf Drei, zwei weitere Runden später hatte Fritz schon den Führenden Mikhalchik in Sichtweite. Noch in der vorletzten Kurve dachten nicht nur die Fans, die Würfel seien gefallen und Fritz begnüge sich mit dem zweiten Podiumsplatz.

Doch in der letzten Rechtskurve vor der Zielgeraden bremste sich Fritz an das Hinterrad von Mikhalchik, ging in der Innenseite an diesem vorbei und sicherte sich spektakulär mit 0,27 sec den Sieg.

Fritz:“ Einige Runden vor Schluß habe ich im letzten Abschnitt gemerkt dass es klappen könnte und probiert. Es war ein hartes Rennen, auch wenn ich hier keine Punkte bekomme hat es mal wieder Spaß gemacht bei einem Sprintrennen mitzufahren. Danke an die Bayer Bikerbox Truppe und alle Freunde Gönner und Fans die mich unterstützt haben.“


Danny Märtz ist Vizemeister

Bericht:ds/ Foto: Hermann Rüger

Am vergangenen Wochenende, 27.-29.09.19 sicherte sich der Dudenhofener Danny Märtz im badischen Motodrom von Hockenheim den Vizetitel des Suzuki GSXR Cup.
Märtz war als Führender in der Meisterschaft nach Hockenheim angereist. Im verregneten Training am Freitag zeigte der Pfälzer mit der schnellsten Rundenzeit seine Stärke. Im Qualifying und in den Rennen, welche alle unter trockenen Bedingungen stattfanden, reichte es Märtz für jeweils einen dritten Platz und den zweiten Rang in der Meisterschaft. Märtz:“ Ich bin zufrieden mit dem Vizemeister. Insgesamt gesehen ist die Saison für mich sehr gut gelaufen.“

Von insgesamt 11 Rennen fuhr Danny zehn Mal aufs Podium, davon siegte er zweimal, jeweils beim Regenrennen im tschechischen Most und auf der Grand Prix Strecke im niederländischen Assen. In Assen dominierte der Regenspezialist sensationell mit über 38 Sekunden Vorsprung. Der Suzuki Cup Meister von 2013 hatte nach einer beruflich bedingten Motorsportpause im letzten Jahr in die Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) gewechselt, konnte aber nicht genügend Sponsoren für eine weitere Saison auftreiben. Märtz:“ Ohne entsprechendes Budget und als Privatteam ist es schwierig in der Weltmeisterschaft zu bestehen.“ Einen positiven Aspekt hatte der Rückzug aus der EWC dennoch für Märtz:“ Mein Teamkollege aus der Weltmeisterschaft, Dirk Walter, steht mir jetzt als Mechaniker zur Seite.“

Für die kommende Saison möchte Märtz auf jeden Fall wieder mitmischen. Märtz: “Die Klasse Superbike in der deutschen Meisterschaft wäre ein Traum. Bisher habe ich das Budget dafür noch nicht zusammen. Mal sehen was die Verhandlungen ergeben.“