Pole Position für Marvin Fritz beim Saisonauftakt

28. April 2018

Text: Dorothea Schmitt / ds    Fotos: Fritz Presse / NF

Am vergangenen Wochenende stieg Marvin Fritz das erste Mal 2018 bei dem legendären 24 Stunden Rennen von Le Mans in den Sattel der Yart Yamaha.
Im Qualifying sorgte der Badener mit der schnellsten Zeit für eine Sensation, im Rennen schied das Team schon im ersten Drittel durch Sturz aus.
Marvin Fritz und seine beiden Yart Teamkollegen Broc Parkes (36) und Takuya Fujita (24) hatten zu Beginn der Trainingsläufe noch mit einer kränkelnden Elektronik zu kämpfen, welche die Yart Mannschaft mit Oberhaupt Mandy Kainz aber sehr schnell in den Griff bekam.
Fritz, der 2018 die zweite komplette Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) für das Team Yart Yamaha Austria Racing bestreitet, bescherte sich im Qualifying mit einer Zeit von 1.36.545 die Pole Position und damit sein persönliches Geburtstaggeschenk.
Vor über 100.000 Zuschauer und bei strahlendem Sonnenschein übernahm Broc Parkes das Startprocedere und den ersten Stint (Einsatz), nach rund 50 Rennminuten fuhr Parkes in die Box zum Auftanken und übergab das Cockpit an den 25jährigen Kollegen. Hochmotiviert holte der für den ADAC Pfalz fahrenden Fritz dann im zweiten Stint zwölf Sekunden auf Konkurrent Niccolo Canepa / GMT94 Yamaha auf, ging in Führung und baute ein sattes Polster mit fünf Sekunden
Vorsprung auf.
Fritz:“ Ich hatte so ein gutes Gefühl zum Vorderrad, als mir plötzlich in der ersten Kurve nach Start und Ziel das Vorderrad bei rund 200 km/h einknickte und das Bike sich mehrfach überschlug. Bei allen anderen Kurven war ich vorsichtig reingefahren aber ausgerechnet in dieser schnellen Kurve hätte ich niemals mit einem Ausrutscher gerechnet“. Mit Prellungen und Schürfwunden überstand der zweifache Deutsche Meister diesen heftigen Abflug insgesamt glimpflich.

Fritz:“ Bei der Rutschpartie im Kiesbett habe ich unter dem Helm Kieselsteine gesammelt, meine Unterlippe ist jetzt so dick wie nach einer Botox Behandlung.“ Die stark havarierte Yart Yamaha wurde von der Crew in nur 25 Minuten wieder einsatzfähig gemacht und kam nochmal zum Einsatz, aber die mittlerweile 60 Minuten Rückstand waren unerreichbar und ein Grund mehr für Teamchef Mandy Kainz das Handtuch zu werfen und sein Team aus dem Rennen zu holen.
Fritz:“ Ich werde ein bis zwei Tage pausieren, dann geht es mit meinem Fitnessprogramm weiter und in gut einer Woche folgt schon Runde zwei, das acht Stunden Rennen auf dem Slowakiaring.“