Marvin Fritz mit starken Verbrennungen schnellste Rundenzeiten

von Dorothea Schmitt /ds

21. September  2017

Am vergangenen Wochenende fand das Auftaktrennen zur Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) 2018 im französischen Le Castellet statt. Doch für Marvin Fritz und seine Teamkollegen Broc Parkes und Kohta Nozane vom Yart Yamaha Austria Racing Team war das 24 Stunden Rennen schon nach dem ersten Drittel beendet.

Im freien Training sorgte Marvin Fritz mit einem Abflug bei ca. 319 km/h für eine Schrecksunde.

Marvin Fritz:“ Ich war am Ende der langen Mistral Geraden unterwegs, als plötzlich das Hinterrad ausbrach. Instinktiv zog ich den Kupplungshebel, konnte aber nicht mehr eingreifen.“

Der Yamaha Pilot überschlug sich mehrfach und blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Fritz:“ Die Ärzte haben mich durchgecheckt und konnten es gar nicht fassen, dass nicht mehr passiert war.“

Mit Schürfwunden und starken Verbrennungen am Po und Ellenbogen die von der langen Rutschpartie herrührten, setzte sich der Badener am Donnerstag und Freitag zum Training wieder tapfer auf seine Yart Yamaha.

Fritz:“ Die ersten Runden waren schmerzhaft, aber ich fand schnell wieder meinen Rhythmus und das Vertrauen zurück und konnten einen zweiten Startplatz für das Rennen sichern.“

Nicht so glücklich verlief das Wochenende für Mitstreiter Nozane.

Nach dem Rennstart am Samstag fuhren zuerst Parkes und Fritz nacheinander ihre 52minütigen Einsätze und lauerten an zweiter Rennposition, wobei der Badener sieben Sekunden auf den Führenden Alan Techer/Honda gutmachte. Der 21 jährige Japaner übernahm als Dritter die YART Yamaha, stürzte und zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu.

Durch den Zwischenfall rutschte das Team auf Platz 40 zurück. Parkes und Fritz machten über zehn Positionen gut, doch Probleme mit der Elektronik signalisierten das vorzeitige Aus des noch verbliebenen schnellen Duos.

Fritz: “Die Traktionskontrolle hat nur noch sporadisch eingesetzt, auch ein Wechsel der Sensoren verschaffte keine Abhilfe. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll mit vielen schnellen Geraden. Ein Verlass auf die Elektronik ist unumgänglich. Ich wollte trotz der Probleme mit Broc zusammen das Rennen zu Ende fahren, doch mit Einbruch der Dunkelheit und Temperaturabfall von über 15 Grad entschied Yamaha und Teamchef Kainz aus Sicherheitsgründen unsere Teilnahme abzubrechen.“

Mit den schnellsten Rennrunden und wieder als schnellster Yamaha Fahrer konnte Fritz diesem punktelosen Wochenende noch etwas Positives abgewinnen.

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