ISDE 2019 Portugal -die ersten Tage-

14. November 2019

Am ersten Tag der 94. SixDays war vom Wetter alles geboten. Von Regen und Sturm in den Bergen bis zu Sonnenschein in Richtung Meer, die Strecke selbst war relativ einfach zu fahren.
Manuel Rüger vom ADAC Pfalz schlug sich bei seiner ersten Teilnahme tapfer. Mike Kunzelmann als Mitglied der Junior Trophy Mannschaft dagegen hatte Pech. Schon nach der ersten Runde musste er die Maschine mit Elektrik Problemen abstellen und fällt somit für das Junior Trophy Team für die nächsten Tage aus.
Durch seine gute Leistung am ersten Tag konnte sich Manuel Rüger in seiner Startzeit weiter nach vorne schieben und am Tag 2 fast eine Stunde früher über die Startrampe gehen. Schlecht für uns: wir bekommen kein Frühstück, da wir schon kurz nach 7 Uhr los müssen, um pünktlich die Rennstrecke zu erreichen.

Am zweiten Tag schien das Wetter wie ausgewechselt. Strahlender Sonnenschein, dazu Wind, was die Sicht auf den staubigen Pisten für die Fahrer nicht zu sehr einschränkte. Manuel Rüger konnte am zweiten Tag seinen Platz halten und startete am Mittwoch mit der gleichen Zeit um 8:33 Uhr.
Der dritte Tag begann regnerisch aber es sollte um 8 Uhr dreißig Uhr aufhören. Die Sicht in den Bergen war so schlecht, dass die erste Prüfung ein echte Herausforderung für die Fahrerinnen und Fahrer darstellte. Mit der Sonne war wieder alles gut, trotzdem hatte es auch die weiteren Kilometer in sich.
Manuel Rüger: "Das war heute Hard Enduro. So eine schwere Strecke bin ich noch nie gefahren. Man kann so etwas bei uns auch nicht trainieren."
Die zweite Prüfung lief für ihn nicht ganz so gut, hatte er sich doch auf der Etappe am Oberschenkel verletzt und konnte nur mit einer Schmerztablette weiterfahren Ein Sturz in der zweiten Prüfung tat ein Übriges dazu. Dann kam auch noch eine hammer Auffahrt, an der viele scheiterten. Manuel Rüger fuhr die anspruchsvolle Steigung bis ganz oben hinauf, als wäre es nichts. Toll gemacht. Viele andere mussten mehrere Anläufe nehmen oder den leichteren Weg versuchen, der sich in der Mitte des Hanges befand.
Sehr viele Fahrer standen an, so dass ich die Rennleitung gezwungen sah, für die Club Teams nach einer Runde abzubrechen. Vermutlich wären viele erst bei Dunkelheit ins Ziel gekommen.. Alles lief jedoch auch etwas chaotisch. FIM Race Direktor Heiner Schmitt: "So etwas chaotisches habe ich in meinen 45 Jahren nicht erlebt. Nur Neuseeland war noch schlimmer." Dass die Organisation etwas überfordert schien, zeigt sich auch bei der Vintage. Die Beschleunigungsprüfung, die die Startreihenfolge für den morgigen Tag festlegen sollte, wurde kurzerhand abgesagt. Bis jetzt weiß noch keiner, wann er morgen früh dran ist und auf die Strecke muss.
Wir sind alle gespannt wie sich die Fahrer des ADAC Pfalz Johannes Steinel, Andreas Mosert und Peter Zink in diesem Starterfeld schlagen.

Text + Bilder von Manuel Rüger: Wolfgang Herber