Marvin Fritz: Beim vorletzten Rennen Titelchancen verbrannt

11. Juni 2019

Text: DS/Foto: FP

Beim vierten und vorletzten Rennen zur Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) 2019 am vergangenen Wochenende 07.-09.06.2019 in Oschersleben musste Marvin Fritz/Yart Yamaha in Führung liegend wegen einem Motorbrand die Titelchancen vorzeitig begraben.

Die komplette YART Truppe mit den Fahrern Marvin Fritz, Niccolo Canepa/I und Broc Parkes/AUS reiste hochmotiviert zum vorletzten Lauf im Langstreckenweltmeisterschaftskalender nach Oschersleben an.

Im ersten Qualifying stand der Focus des Trios von Teambesitzer Mandy Kainz auf der Abstimmung der YART Yamaha unter Berücksichtigung des begrenzten Reifenkontigents. Nach dem Ende der beiden Zeittrainingssessions stand Marvin Fritz auf Platz Fünf und holte nach dem neuen Reglement schon den ersten Punkt in der Gesamtwertung. Für das Rennen hatte das Team schon im Vorfeld Marvin Fritz als Startfahrer festgelegt. Fritz:“ Auf deutschem Boden und vor vielen zahlreich angereisten Fans und Familienmitgliedern war das eine besondere Aufgabe für mich.“ Der zweifache deutsche Meister von 2014 und 2016 absolvierte einen schnellen Start und schnappte sich wie früher bei den Sprintrennen nach und nach die Gegner, war nach der zehnten Runde auf Rang vier und übergab als Führender mit einer persönlichen Bestzeit von 1:26:80 min die Yamaha an Teamkollege Parkes, welcher den zweiten Stint (Etappe) absolvierte.

Fritz:“ Das Rennen verlief zu Beginn absolut fehlerfrei, die Rundenzeiten waren super und ich konnte das Rennen dominieren, einfach traumhaft.“

Auch die Boxencrew legte motiviert einen Zahn zu. Fritz:“ Die Boxenstopps verliefen so schnell wie noch bei keinem anderen Rennen.“ Nach gut sechs von acht Stunden übernahm Fritz die Yamaha für seinen letzten Stint und baute den Vorsprung auf zehn Sekunden auf das zweitplatzierte FCC Honda Werksteam aus, als plötzlich Qualm aus dem Motorgehäuse aufstieg und die Yamaha an Öl und Leistung verlor.

Fritz:“ Ich war hochkonzentriert und bemerkte den Qualm zunächst nicht, zumal auch die Motortemperatur im Normbereich lag.“

Fritz fuhr an die Seite als ihm schon die Flammen entgegenschlugen. Doch auch das beherzte Eingreifen der Streckenposten konnten den Brandschaden nicht mehr retten. Fritz enttäuscht:“ Ein Sieg wäre heute drin gewesen, sehr ärgerlich. Aber ich hätte auch auf dem Öl ausrutschen können, also doch noch Glück um Unglück.“

Für den letzten Lauf der Saison 2018/2019 wird Marvin Fritz Ende Juli nach Suzuka/Japan reisen. Fritz:“ Eigentlich sind wir auf Gesamtrang Fünf und haben keine realen Titelchancen mehr, aber wer weiß, wir geben in jedem Fall wieder 100% Leistung.“