Marvin Fritz: Werksteams schauten verwundert

05. August 2019

Bericht:ds/Foto:FP

 

Beim Finale der Langstreckenweltmeisterschaft (EWC) der Saison 2018/2019 am letzten Wochenende in Suzuka/Japan, erreichte Marvin Fritz und das YART Yamaha Team einen sechsten Platz im Rennen und konnte einige Werksteams die kalte Schulter zeigen.

Schon bei den offiziellen Testfahrten vor vier Wochen hatte Fritz schnellere Runden gedreht als Ex Weltmeister Stefan Bradl und damit seine fahrerische Höchstform unter Beweis gestellt.Das sollte sich auch bei den freien Trainingsläufen zum finalen acht Stunden Rennen in Suzuka nicht wesentlich ändern. In einem freien Training und beim Nachttraining war Fritz sogar schneller als die kompletten Werksteam von Honda, Kawasaki, Yamaha usw. unterwegs.Auch im zweiten Qualifying brillierte der YART Yamaha Pilot mit Position drei und einer neuen Bestzeit von 2:07:167 min, nur 0,3 sec hinter Yamaha Werkspilot Alex Lowes.

Am Ende der Qualifyings lag das YART Trio Marvin Fritz,BrocParkesNiccolo Canepa auf Rang fünf, noch vor FCC Honda, dem Weltmeister von 2018.

Wegen der anhaltenden Regenfälle und eines Sturms fiel die Superpole am Samstag sprichwörtlich ins Wasser, am Rennsonntag konnten die Teams trotz unerträglicher Schwüle an den Start. Das Warm-up vor dem Rennen verlief für Marvin Fritz mit einem Sturz nicht ganz nach Plan.Fritz:“ Plötzlich viel die Elektronik aus, daraufhin ging der Motor aus und ich musste in voller Schräglage zu Boden, konnte mich aber für das Rennen zurück in die Box retten.“

Das Rennen starteteTeamkollege Canepa vor über 100.000 Zuschauern bei trockenen Wetterkonditionen und schob sich mitten zwischen die Werksteams auf Rang sechs. Marvin Fritz übernahm nach einem kurzen Boxenstopp und Fahrerwechsel als nächster Pilot die YART Yamaha und lieferte im weiteren Rennverlauf konstant schnelle und fehlerfreie Runden.Fritz.“ Das Setup war perfekt auf meinen Fahrstil abgestimmt, Super Arbeit von unserer Crew.“

Über weitere vier Stunden Rennen und trotz der mörderischen Hitze konnte das Team um Marvin Fritz den sechsten Platz bestätigen. Marvin Fritz zeigte sich erfinderisch im Kampf gegen diese tropischen Bedingungen.Fritz:“ Damit mir die Schweißperlen nicht über das Gesicht liefen, habe ich meinen Helm mit mehreren Damenbinden gepolstert, welche prima den Schweiß aufsaugten.“

Nach sieben Stunden Rennverlauf und einem letzten Boxenstopp übernahm Fritz zum finalen Endspurt die Yamaha. Fritz:“ Im hinteren Streckenabschnitt fing es plötzlich an zu regnen und da ich mit Slicks (profillose Reifen) unterwegs war, musste ich höllisch aufpassen nicht auf die Nase zu fallen. Zudem hockte mir noch Honda Werkfahrer Dominic Aergerter im Nacken, welchen ich mir aber erfolgreich vom Leib halten und den sechsten Platz für das Team ins Ziel retten konnte.“Ein sechster Platz für die YART Yamaha Truppe in diesem Rennen zu erreichen, bei welchem so viele Werksteams wie bei keinem anderen Rennen eingesetzt werden, wurde teamintern im Vorfeld schon als Top Ziel bezeichnet.

Fritz:“ Wir teilten uns eine Box zusammen mit dem Yamaha Werksteam. Die haben mal ganz schön verdutzt geschaut, dass wir mit unserem Material so dicht an denen dran waren. Wir haben alles rausgeholt was ging, die Erwartungen erfüllt.“Im Gesamtklassement beendet Marvin Fritz und das YART Yamaha Team die Saison 2018/2019 auf Rang vier.

Ende September beginnt schon die neue Saison 2019/2020 für Marvin Fritz mit dem 24 Stunden Rennen in Le Castellet/F.